1. GRUPPENUNABHUNGIGE EUROPUISCHE FARBENTAUBEN

Die BOHMENTAUBEN (Abb. 161) waren ursprunglich aus Bohmen eingefuhrte weibschwingige Strasser. Obwohl nicht anerkannt, hielten sie sich sowohl in Bayern unter der Bezeichnung "Bayerische Strasser" als auch in der Tschechoslowakei als "Linetschak" (Linzer Tauben). Zuchter in Bayern versuchten dereinst ohne Erfolg, sie anerkennen zu lassen. Da sie sich trotzdem immer weiter verbreiteten, erfolgte nach dem zweiten Weltkrieg endlich die Anerkennung als Ausstellungsrasse, jedoch unter dem neuen Namen "Bohmentauben".
Diese Tauben zeigen noch weitgehend den Typ der UrUStrasser, gleichen also einer kraftigen Feldtaube mit waagerechter Korperhaltung und mittelhoher Stellung. Der Kopf ist mittelgrob und gut gewolbt, die Augen orangeU bis rubinrot, der einU bis zweireihige Augenrand bei Roten, Gelben und Schwarzen rot, bei den anderen

BOHMENTAUBE, rui (Foto Wolters)

MUNSTERLUNDER FELDTAUBE, blau (Foto Wolters)

Farbschlagen grau. Der lange und kraftige Schnabel ist bei Roten und Gelben fleischfarbig, sonst je nach Gefiederfarbe hornfarbig bis schwarz. Der kraftige Hals geht voll in die Brust uber. Die Kehle ist gut gerundet, die Brust breit, gut gerundet und wird etwas angehoben getragen. Der breite Rucken fallt nur wenig nach hinten ab. Die kraftigen Flugel liegen fest am Korper an und ruhen auf dem waagerecht getragenen Schwanz. Die Laufe sind mittellang und unbefiedert. Die Krallenfarbe ist hell. Die Zeichnung entspricht derjenigen des Strassers, jedoch mit weiben Schwungfedern. Der Latz soll bis zur Halsmitte reichen, ist bei weiblichen Tieren meist etwas langer. Die Daumenfedern oder Klappen sind farbig. Bohmentauben existieren in den Farben Schwarz, Rot, Gelb, Braun, Blau mit und ohne Binden. Blaugehammert, Hellblau mit weiben Binden, HellblauUweibgeschuppt, Blaufahl. RotU, GelbU und Braunfahl, BlaufahlU, RotfahlU, GelbfahlU und BraunfahlUGehammert. Es sind recht robuste und flugfreudige Tiere, die als eine der zuchtfreudigsten Taubenrassen Deutschlands gelten.

Die MUNSTERLUNDER FELDTAUBEN (Abb. 162) entstanden etwa 1970 aus Feldtauben, Brieftauben und Deutschen Modenesern in der Umgebung der Stadt Munster. Sie verfugen uber eine kraftige Feldtaubenstatur. Der gut gerundete Kopf mit mittelhoher Stirn ist glatt. Die Augen sind orangefarbig, ihr Rand blaugrau und recht schmal, der Schnabel lang und kraftig, dabei immer von schwarzer Farbe. Der Hals ist mittellang und kraftig, die Brust breit. Der ebenfalls breite Rucken fallt nach hinten nur wenig ab. Flugel und Schwanz sind lang und gut geschlossen, die Laufe kraftig, mittellang und unbefiedert, die Krallen schwarz. Das Gefieder liegt straff am Korper an. Es gibt nur den Farbschlag Blau ohne Binden, wobei es sich um ein helles Taubenblau handelt, das auf Flugeldecken, Bauch und Rucken gleichmabig durchgefarbt ist. Der Schwanz ist etwas dunkler. Der Hals zeigt viel Glanz. Schwanzbinde und Schwungfedern sollen so dunkel wie moglich sein. Munsterlander Feldtauben sind recht zuchtfreudig und fluggewandt.

Die NAMURUFELDTAUBE, fur die es einen Standard in Belgien gibt, ist eigentlich eine gewohnliche Feldtaube. Sie kommt in Blau mit Binden, mit weibem Rucken sowie Blaugehammert, RotfahlUGehammert, Schwarz und weib vor.

Die GIMPELTAUBEN (Abb. 163 u. 164) gehoren zu den farbenprachtigsten Farbentauben. Nach alter Fachliteratur tauchten sie zuerst 1822 bei einer Ausstellung in Dresden auf. Als Herkunftsland der Rasse gilt Dalmatien/lllyrien, ihre Vorfahren kamen aber vermutlich aus Spanien und Nordafrika nach Dalmatien. Die KupferUschwarzflugel wurden spater besonders in England rassisch verfeinert, die anderen Farbschlage dagegen in Deutschland erzuchtet. Gimpeltauben zeigen eine kraftige Feldtaubenfigur, dabei schlank und elegant, sowie ein recht lebhaftes Wesen. Ihr Kopf ist leicht gewolbt, lang und schmal, die Stirn ziemlich flach. Sie sind sowohl spitzkappig als auch glattkopfig anerkannt. Die Spitzkappe soll vom Hinterhals bis zur Spitze einen scharfen Kamm bilden. Die Federn mussen sich an beiden Halsseiten scharf und in horizontaler Richtung im Genick zusammenschlieUen. Die Augen sind lebhaft orangerot. Der rotliche Augenrand ist schmal und nur wenig entwickelt. Die Farbung des langen Schnabels ist bei den Schwarzflugeln hell bis dunkelhornfarbig, bei weibflugeln fleischfarbig und bei Blauflugelgimpeln dunkelhornfarbig. Der Hals ist ziemlich lang, aber verhaltnismabig dunn, die Kehle gut ausgeschnitten. Die nur mabig breite Brust tritt kaum hervor. Der nicht sehr breite Rucken fallt nach hinten leicht ab. Die mittellangen Flugel werden auf dem Schwanz liegend getragen, der nur wenig abfallt. Die Laufe sind mittellang und unbefiedert.

KUPFERGIMPELUSCHWARZFLUGEL (Abb. 163) zeigen an Kopf, Hals, Brust. Bauch, Schenkeln und Schwanzkeil eine kupferbraune Farbe, die wie poliertes Kupfer glanzen soll, je feuriger, um so besser. Die Farbung mub an allen genannten Korperteilen gleichmabig sein und zum Bauch hin schwacher werden. FlugelU

GIMPELTAUBH KUPFERGIMPEL, schwarzflugel (Foto Wolters)

GIMPELTAUBE GOLDGIMPEL. weibflugel (Foto Wolters)

Schilder, Rucken und Oberschwanzdecke sind tiefschwarz mit viel kafergrunem Glanz, jedoch ohne Purpurglanz oder violette Einlagerung. Schwungfedern und Schwanz sind schwarz. Weitere Varianten sind PfaffenU und Monchzeichnung mit farbigem Schwanz, dabei mitunter weibe Flugelbinden zeigend, sowie weibschwingige, bei denen sechs bis neun Schwungfedern weib sein sollen.

WEISSFLUGEL haben die normale Gimpelzeichnung, aber Flugel, Rucken. Schwanz und Schwanzdecke sind weib bzw. elfenbeinfarbig. Dabei sind SchwungUund Steuerfedern mit je einem leicht farbigen Fleck, dem Spiegel, versehen. Sie kommen mit und ohne farbige Flugelbinden vor.

BLAUFLUGEL zeigen Flugel, Rucken, Schwanzdeckfedern und Schwanz in blauer Farbe. Die Schwungfedern laufen dunkel aus. Diese Spielart wird mit oder ohne schwarze Flugelbinden gezuchtet. AuUerdem gibt es vereinzelt weibschwingige, noch seltener solche in Gemoncht und Pfaffenzeichnung.

GOLDGIMPEL gleichen den Kupfergimpeln, nur sind Kopf, Hals, Brust, Bauch. Schenkel und Schwanzkeil goldgelb. Auch bei ihnen existieren Spielarten mit weiber Kopfplatte, ferner mit weibem Kopf, weiben Schwingen und weibem Schwanz.

GOLDGIMPELUSCHWARZFLUGEL prasentieren ihre Flugelschilder, Rucken und oberen Schwanzdeckfedern schwarz mit kafergrunem Glanz, Kopf, Hals, Brust. Bauch, Schenkel und Schwanzkeil glanzend goldgelb. Es gibt sie auch als weibschwingige und mit PfaffenU bzw. Monchszeichnung.

WEISSFLUGEL (Abb. 164) warten bei ebenso goldgelber Gimpfelzeichnung mit elfenbeinfarbigen Flugeln, Rucken, Schwanz und Schwanzdecke auf, wobei sie ohne oder mit gelben Flugelbinden vorkommen.

BLAUFLUGEL haben wiederum blaue Flugel, Schenkel, Schwanzdecke, Keil und Schwanz. Ihr Rucken ist weib, die Schwungfedern dunkel. Auch sie kommen mit und ohne Flugelbinden vor, ferner mit weiben Schwungfedern. Der Schwanz tragt eine dunkle Binde. Bei den Blaugehammerten soll die Hammerung moglichst dunkel sein.
Tatsachlich gibt es noch weitere Varietaten, die aber nicht bei unseren Ausstellungen zugelassen sind. So kennt man in Frankreich einfarbig Kupferfarbige, in Italien wurden einfarbig Elfenbeinfarbige herausgezuchtet, und auch einfarbig Goldgelbe und Schwarze mit grunem Kaferglanz waren schon vorhanden. Ebenso sind weibUbindige Gimpel in der Musterbeschreibung nicht aufgefuhrt, die in Danemark schon mehrfach ausgestellt wurden.

Die FRANZOSISCHEN FARBENKOPFTAUBEN (Sapajou) gleichen dem Altdeutschen Mohrenkopf, nur lauft der farbige Latz am Brustbein spitz aus. Farbig sind der Kopf, Latz und Schwanz. Diese Tauben konnen in allen Farben vorkommen, sind aber auUerst selten.

Bei der OSTERREICHISCHEN FISCHERTAUBE handelt es sich um eine noch junge Rasse. Sie hat eine normale Feldtaubenfigur, ist glattfuUig und mit einer Muschelhaube ausgestattet. Die Grundfarbe des Gefieders ist weib. Farbig sind nur Schwanz und Kopfplatte. Die Begrenzungslinie am Kopf verlauft vom Schnabelwinkel durch die Augen bis zur weiben Haube. Es existieren Schwarze, Blaue, Rote und Gelbe. Bei Farbentauben war diese Kalottenzeichnung bisher nicht bekannt.

Die OSTERREICHISCHEN WEISZSCHWUNZE {Abb. 165) wurden besonders in der Umgebung von Salzburg vor mehr als 100 Jahren erzuchtet und erst viel spater als Ausstellungsrasse anerkannt. Es sind vitale, mittelstarke Feldtauben. Ihr

OSTERREICHISCHER WEISZSCHWANZ. blau mit weiben Binden (Foto Wolters)

Kopf ist rund mit leicht betonter Stirn und glatt, die Augen orangefarbig bis rot. Der zarte und schmale Augenrand ist je nach Gefiederfarbe grau bis fleischfarbig, der Schnabel lang und schwarz, der Hals mittellang und voll in Schultern und Brusi ubergehend. Die Kehle ist gut ausgeschnitten, die Brust breit und schon gerundet. Der an den Schultern breite Rucken fallt zum Schwanz ab. Dieser ist gut geschlossen. Die Beine sind kurz, Laufe und FuUe unbefiedert. In Osterreich sind Blau mit weiben Binden, BlauUweibgeschuppt, Schwarz mit weiben Binden und SchwarzUweibgeschuppt anerkannt. Der Schwanzkeil soll bei allen Farbschlagen farbig sein. Blaugehammerte wurden in einigen Berichten auch schon genannt.

PLOIESTIER FARBENTAUBE, doppelkuppig weib (Foto Marks)

Die CALAFATER FARBENTAUBE aus der rumanischen Stadt Calafat ist mittelgrob mit waagerechter Korperhaltung. Wenn sie auch nur Feldtaubengrobe besitzt. so handelt es sich dennoch um eine weitlaufige Verwandte der Ungarischen Riesentaube. Der Kopf wird in der Regel von einer Muschelhaube geziert, doch gibt es auch doppelkuppige Tiere. Die FuUe sind belatscht. Die Rasse existiert mit weibem Kopf und weiben Schwungfedern. Die Latschen durfen auch weib sein. In dieser Zeichnung kommt sie in Schwarz, Rot, Gelb, Blau und Fliederfarben vor.

DUNISCHER STIEGLITZ. schwarz (Foto Wolters)

Die PLOIESTIER FARBENTAUBE (Abb. J66) aus der rumanischen Stadt Ploiesti hat mit der vorgenannten viel gemeinsam: Auch sie ist mittelgrob mit waagerechter Korperhaltung, den Kopf schmuckt eine Muschelhaube. Wiederum gibt es auch doppelkuppige, und die FuUe sind immer belatscht. Der Schwanz besteht aus 14 bis 16 Federn. Trotz des breiten Schwanzes verfugt sie uber eine Burzeldruse. Die ungarische Musterbeschreibung begnugt sich auch mit 12 Schwanzfedern. Man zuchtet nur den weiben Farbschlag.

Die DUNISCHEN STIEGLITZE (Abb. 767) werden in ihrer Heimat seit Mitte des 19. Jahrhunderts gezuchtet. Nach Deutschland kamen sie nach dem zweiten Weltkrieg. Zu ihrer Erzuchtung wurden deutsche SilberschuppenUStartauben und Movchen verwendet. In Danemark ist die Rasse seit 1910 anerkannt. Der Kopf ist verhaltnismabig schmal, schon gerundet, glatt oder seltener mit Spitzkappe versehen. Die Augen sind dunkelU bis hellorange gefarbt, der schmale Rand ist schmal, bei Silberfarbigen, Schwarzen und Blauen dunkel, bei Roten und Gelben fleischfarbig sowie bei Blaufahlen grau. Der ziemlich lange Schnabel ist bei Silberfarbigen, Schwarzen und Blauen schwarz, bei Roten und Gelben hellhornUfarbig und bei Blaufahlen hornfarbig. Die Schnabelwarzen sind nur wenig entwikkelt. Der Hals ist mittellang, die Brust breit, kraftig und gut gerundet. Der Rucken fallt nach hinten ab. Die Flugel sind, wie der Schwanz, mittellang, liegen gut am Korper an und ruhen auf dem Schwanz. Die Beine sind verhaltnismabig kurz.
Zunachst gab es nur den schiefergrauen Farbschlag. Spater wurden Schwarze, Blaue. Gelbe und Rote erzuchtet. Bemerkenswert ist die Zeichnung. Die Grundfarbe, die schieferfarbig, schwarz, blau, rot oder gelb sein kann, zeigen die Backen, eine kleine Partie unter dem Schnabel, Unterbrust, Bauch, Schwingen und Schwanz. Die ubrigen Gefiederpartien, namlich ein weibes Band uber Stirn und Oberkopf, Nacken, Hals und Rucken bis zum Schwanzansatz sowie das Flugelschild, sind bei Schieferfarbigen und Blauen weich silberglanzend, bei Schwarzen fast weib und bei Roten und Gelben elfenbeinfarbig. Bei den Schieferfarbigen wird die Oberbrust braunschwarz glanzend verlangt. Alle anderen Farbschlage durfen keine braunliche Farbtone auf der Oberbrust haben. Der Unterrucken braucht bei allen Varianten nicht durchgefarbt zu sein. Alle Federn sind farbig, nur die Spitzen der Federn in den hellen Korperpartien sind hell. Diese Federn sind im unteren Bereich farbig und laufen nach oben hell aus. Die Schwungfedern zeigen Finkenzeichnung. Das Flugelschild ist bei allen Farbschlagen hell und mub ohne eine Andeutung von Schuppung oder Saumung sein. Die Jungtiere sind zunachst einfarbig. Die Zeichnung kommt erst nach der Mauser.

Die Heimat der HYAZINTHTAUBE (Abb. 168) soll Frankreich sein, doch betrachten sich auch Hollander und Belgier als ihre Erzuchter. In dieser Rasse fliebt das Blut von MovchenU und nach Spruijt und Wright auch das von Startauben. In Gestalt und Haltung gleicht die Taube den Feldtauben, ist auch stets glattfuUig und Ukopfig. Die Grundfarbe von Kopf, Hals, Brust, Bauch, Unterleib, Schwanz und Schwingen ist schieferfarbig. Am intensivsten, fast schwarz, ist die Farbe an Hals und Brust. zum Bauch hin glanzloser werdend und in Blaugrau ubergehend. Der dunkelblaue Schwanz zeigt eine schwarze Binde, die Schwungfedern eine Fiakenzeichnung. Die Grundfarbe des geschuppten Flugelschildes ist hell elfenbeinfarbig. Dabei hat jede FlugelschildUDeckfeder an ihrem Ende dunkle Zeichnung von dreieckiger Form.
Jungtiere sind zunachst ganz schiefergrau mit braunlichem Flugelschild: erst nach der Mauser erfolgt die Umfarbung. Hyazinthtauben galten 1945 als ausgestorben, aber schon um 1950 waren sie in Holland wieder vorhanden. Sie werden auch in Amerika gezuchtet, vor allem in Pennsylvania und in Chicago.

Die VICTORIATAUBE hielt Prutz fur identisch mit der Hyazinthtaube: erst Fulton (1876) fuhrt beide als gesonderte Rassen auf. Sie gleicht der Hyazinthtaube in allen Punkten, nur mub die Grundfarbe nicht schiefergrau, sondern hellblau sein - je heller, desto besser.

Die FASANENTAUBEN sind in Frankreich entstanden und gleichen weitgehend den deutschen SilberschuppenUStartauben. Sie werden in Amerika glattkopfig und kappig, glattfuUig und belatscht gezuchtet, aber immer mit farbigem Schwanz. In Frankreich verlangt man dagegen einen Spiegelschwanz. Die Tiere sind schieferfarbig bis schwarzlich, Flugelschild und Rucken dabei weib geschuppt. AuUerdem lauft ein weibes, mit farbigen Federn druchsetztes Band ganz um den Hals herum und geht am Hinterhals in den geschuppten Rucken uber. Die Brust zeigt einen bronzefarbig angehauchten Ton.

Die LACENE (Abb. 169) ist eine seltene geschuppte Rasse in Feldtaubenfigur aus England. Immer glattfuUig, ist sie kappig und glattkopfig anerkannt. Ihre erste Musterbeschreibung wurde 1926 veroffentlicht. Diese Tauben sind einfarbig, nur ihr Flugelschild ist geschuppt. Dessen Deckfedern sind weiblich mit schmalem schwefelfarbigen Saum. Zur Erzuchtung wurden Modeneser und BlondinettenUMovchen verwendet, bekannt sind die Farben Rot, Gelb, Schwarz und Blau.

LACENE (Foto Wolters)

Die RUSSISCHEN SCHILDTAUBEN durften von deutschen, wahrscheinlich Sachsischen Schildtauben abstammen, von denen sie sich durch eine aufgerichtetere

HYAZINTHTAUBE (Foto Wolters)

Haltung, langeren Hals und Schnabel unterscheiden. Sie sind stark belatscht und glattkopfig. Unter den russischen Tummlern gibt es zahlreiche schildig gezeichnete Rassen, die wegen ihre kleineren Korperform nicht mit den Farbentauben verwechselt werden konnen.

Die AUSTRALISCHEN FARBENTAUBEN stammen ebenfalls von deutschen Farbentauben ab und unterscheiden sich nicht wesentlich von diesen. Bemerkenswert an ihnen ist die starke FuUbefiederung. Es wurden Latschen in GroUe und Lange entwickelt, wie wir dies bei unseren Farbentauben kaum einmal gesehen haben. In Australien sind besonders belatschte Flugeltauben, Schwalben und Schnippen vertreten.

Die franzosischen MONTAGNARUFARBENTAUBEN gleichen den Sachsischen Brustern.