29. SAUDIUARABISCHE TUMMLER

U. Reber fuhrte vor einigen Jahren QUETROLLER (Abb. 587) aus SaudiUArabien in Deutschland ein. In ihrer Heimat werden sie auch "Chelik" und im Irak "SchubeUir" genannt. Diese Tauben sind auch in Syrien und im Libanon verbreitet, und bei der islamischen Bevolkerung in Usbekistan und Tadschikistan trifft man sie genauso wie in Samarkand und Duschanbe an. Nach Deutschland gelangten die ersten Tiere 1977 und 1978. Diese Importe waren glattkopfig und glattfuUig. Reber sah in SaudiUArabien auch Bestrumpfte und solche mit Haube.

QUETROLLER. rotgescheckt (Foto Reber)

Bekanntgeworden sind kupferfarbige, blaugraue, schwarze, weibe, blaue, getigerte und vielfarbige Tiere. In ihrer Heimat werden sie auch durch Klatschen aufgejagt und sind danach in der Lage, hoch und bis zwei Stunden zu fliegen. Einzelne uberschlagen sich, andere rollen weit hinunter oder zeigen rasante Sturzfluge. Typisch sind auch das Stehenbleiben in der Luft und standige Einzeluberschlage nach Art der asiatischen Klatschtummler, wobei sie mit den Flugeln klatschen. Der Wechsel der Flugweise kann urplotzlich erfolgen. Diese Tauben sind gut mittelgrob und kraftig. Gelobt wird die Intelligenz dieser ursprunglich geblichenen Tummler. In SaudiUArabien werden noch weitere Taubenrassen gehalten, vorwiegend Wammentauben, Seglertauben. Libanontauben und Syrische Tummler in verschiedenen Rassen.